Bokashi

Die Herstellung von Bokashi in einem Eimer in der Küche bietet jedem Städter die Möglichkeit, urbane Garteninitiativen tatkräftig zu unterstützen: einfach die vergorenen Abfälle zur Vererdung im nächsten Garten abgeben.

Bokashi (japan., Allerlei) ist ein hochwertiger biologischer Dünger, der aus Küchenabfällen hergestellt wird. Im Eimer werden die Abfälle zusammengepresst und unter Luftabschluss (--> anaerober Prozess) mit Effektiven Mikroorganismen (EM) fermentiert. Es entsteht ähnlich wie bei der Sauerkrautherstellung eine Milchsäuregärung. Der gefüllte Eimer wird nach einigen Wochen Reifezeit zur weiteren Umsetzung in Erde eingeschlagen.

Wir haben begonnen 2015 mit dem Bokashi-Set von Waschbär --> Streu aus Weizenkleie, mit EM geimpft.
Auch 2016 waren unsere Bokashi-Kohlrabis 2 - 3 Wochen früher als die anderen knackig prall und erntereif.


Entwicklungsunterschied: oben Kohlrabi ohne, unten mit Bokashi-Depot-Düngung (11.6., Anlage des Depots am 24.4.)


Foto 1: Das fertig fermentierte Material ist von einer weißen Hefepilzschicht, den fadenförmigen Hyphen, überzogen --> ein gutes Zeichen!
Während der Bokashiherstellung fällt permanent Bokashi-Sickersaft an, der verdünnt ein hervorragender Flüssigdünger ist.

Foto 2 und 3: Eine Rinne ist gegraben, in der das reife Bokashi verteilt und mit etwas Erde vermengt wird. Der Geruch ist gewöhnungsbedürftig, aber Hunde stehen auf das Zeug. Bei Verwendung des Waschbär-Sets ist das Darüberstreuen von Urgesteinsmehl + Algenkalk und Pflanzenkohle empfehlenswert. Im Streu von Tria Terra sind die nötigen Ingredienzen bereits ausgewogen enthalten. Es muss genügend Abstand zu den Pflänzchen gewährleistet sein, weil das Material sehr sauer ist. Erst durch die Vererdung nimmt es innerhalb weniger Wochen den PH-Wert der Umgebung an.

Foto 4: Das Bokashi ist mit Erde überdeckt. Mulchen (oder zur Not schwarze Folie) und mit EM-Lösung angießen für den Starterkick. Jetzt ist alles getan, um den Pflanzen einen kräftigen Wachstumsschub zu geben.

Inzwischen sind wir dazu übergegangen, das Bokashi in einem seperaten Erdwall (rechts neben dem Kompost) einzugraben. Nach einigen Wochen, wenn die Küchenabfälle vererdet sind, können wir den Dünger nach Bedarf an die Pflanzen geben. Sein PH-Wert ist dann neutralisiert, die Gefahr der Verätzung feiner Würzelchen gebannt.

Wir haben im Jahr 2015 die Erfahrung gemacht, dass die Wirkung des Bokashi relativ bald
(2. Pflanzung) nachlässt. Um den Mikroorganismen dauerhaften Anreiz zum Bleiben zu geben, mulchen wir inzwischen permanent nach und geben Pflanzenkohle bzw. Tria Terra-Streu ins Bokashi.

Tria Terra-Streu ( www.triaterra.de ) enthält neben EM, Basalt- und Zeolithgesteinsmehl auch Pflanzenkohle.
Pflanzenkohle-Bokashi ist die Vorstufe zur berühmten Terra Preta.
Ein herzliches Dankeschön an die Fa. Tria Terra für die Spende von 3 l Ema und einem 10 l-Beutel Tria Terra-Streu!

Elzbeete: Tria Terra-Beet mit Knollensellerie am 19.6.2016



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